08 Volkswirtschaft

Blick in die Bahnhofspassage Shopville im Zürcher Hauptbahnhof
Foto: Sandra Winiger

Der Innovationspark Zürich nimmt Gestalt an

Das Generationenprojekt Innovationspark Zürich fördert die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zwischen den renommierten Zürcher Hoch- und Fachhochschulen, den Forschungsinstitutionen und der Privatwirtschaft mit dem Ziel, die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu unterstützen und zu beschleunigen. Im Berichtsjahr wurde die Planung zum Innovationspark Zürich auf dem Gelände des Flugplatzes Dübendorf mit Hochdruck vorangetrieben. Ende August genehmigte der Bundesrat den kantonalen Richtplan zum Innovationspark Zürich und erteilte damit grünes Licht für die Realisierung des Parks. Gleichzeitig wurde der kantonale Gestaltungsplan für den Innovationspark Zürich erarbeitet und bei der Baudirektion zur Festsetzung eingereicht. Der Kanton wird dabei einen ersten Teil des für den Innovationspark vorgesehenen Raums von 38 Hektaren Fläche im Baurecht vom Bund übernehmen.

Drittstaatenkontingente

Damit die Zürcher Wirtschaft ihrer Rolle als Wirtschaftsmotor der Schweiz auch in Zukunft gerecht werden kann, sind Unternehmen, Start-ups und Hochschulen auf hervorragend ausgebildete und hochspezialisierte Fachkräfte angewiesen. Diese lassen sich zu einem grossen Teil auf dem heimischen oder dem europäischen Arbeitsmarkt rekrutieren, gelegentlich müssen die Unternehmen aber auch auf Fachspezialisten aus sogenannten aussereuropäischen Drittstaaten zurückgreifen. Namentlich innovative Branchen mit hohen Beiträgen an Forschung und Entwicklung müssen zeitgerecht ausreichend Arbeitskräfte rekrutieren können, und Bildungs- und Forschungsinstitutionen dürfen im internationalen Wettbewerb nicht behindert werden. Der Bundesrat hatte die landesweiten Kontingente für Ausländer aus Drittstaaten ab 1. Januar 2015 von insgesamt 8500 auf 6500 gesenkt, was auch im Kanton Zürich zu einer länger anhaltenden Kontingentsknappheit und zu Rechtsunsicherheit führte.

Der Kanton Zürich hat sich im Berichtsjahr auf verschiedenen Ebenen beim Bund für eine Erhöhung der Drittstaatenkontingente eingesetzt. Der Einsatz zeigt Wirkung: Im Oktober beschloss der Bundesrat eine Erhöhung der Kontingente um rund 15%. Der Regierungsrat begrüsst die Erhöhung der Anzahl Drittstaatenkontingente durch den Bundesrat. Der Kanton Zürich hatte sich im Vorfeld des Bundesratsbeschlusses allerdings für eine noch stärkere Erhöhung der Kontingentszahlen eingesetzt, weil davon ausgegangen wird, dass der Bedarf an Kontingenten weiterhin hoch bleiben wird, beispielsweise wegen der Expansion von Google am Standort Zürich.

Informatiktage

Im Juni des Berichtsjahres fanden die ersten vom ICT-Kooperationsnetzwerke Zürich organisierten Zürcher Informatiktage statt. Über 70 Unternehmen und Institutionen im Kanton Zürich öffneten ihre Türen und ermöglichten Einblicke in die faszinierende Welt der Informatik. Die Veranstaltung soll einen Beitrag zur weiteren Stärkung und Bekanntmachung des Zürcher ICT-Branchennetzwerks leisten und Jugendliche zu einer Ausbildung im ICT-Bereich animieren. Der unter Federführung der kantonalen Standortförderung organisierte Anlass stiess auf grosses Interesse und findet im Folgejahr seine Fortsetzung.

Weitere Legislaturziele

Einen vollständigen Überblick über den Stand der weiteren Legislaturziele des Regierungsrates in diesem Politikbereich entnehmen Sie dem unten aufgeführten PDF.