06 Verkehr

Verkehr
Foto: Baudirektion

Das Glattal für die Zukunft rüsten

Mit dem Bau des Brüttener Tunnels für die Bahn sowie der Glatt-talautobahn stehen im mittleren Glattal grosse Verkehrsinfrastrukturprojekte an. Betroffen sind die Gemeinden Bassersdorf, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen. Diese Region ist nicht nur Siedlungsentwicklungs-, sondern auch Erholungsraum. Eine Behördendelegation mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, des Kantons, der zuständigen Planungsgruppe und der involvierten Gemeinden haben im Juli des Berichtsjahres eine Gebietsplanung zum mittleren Glattal unterzeichnet. In diesem Zielbild wurde ein Handlungsprogramm verabschiedet, um die Bauprojekte Brüttener Tunnel und Glattalautobahn sowie die kantonalen, regionalen und kommunalen Vorhaben aufeinander abzustimmen.

Limmattalbahn: Spatenstich mit Bundespräsidentin Doris Leuthard

Bundespräsidentin Doris Leuthard persönlich nahm Ende August des Berichtjahres am Spatenstich für die Limmattalbahn teil. Vorangegangen war eine sechsjährige Planungsphase, Parlamentsentscheide in den Kantonen Zürich und Aargau sowie eine Volksabstimmung im Kanton Zürich. 2015 stimmten die Zürcher Stimmberechtigten mit 65 Prozent Ja-Stimmen-Anteil dem Baukredit zur Limmattalbahn klar zu. Bis Ende 2019 führt die Stadtbahn von Zürich Altstetten nach Schlieren, auf den Fahrplanwechsel 2022 fährt die neue Limmattalbahn gar bis nach Killwangen-Spreitenbach. Neben dem Konzept für den öffentlichen Verkehr sieht das Projekt zudem Verbesserungen für den Auto-, den Velo- und den Fussgängerverkehr vor.

Instandsetzung der A51

Die 1971 fertiggestellte kantonale Autobahn A51 zwischen Kloten und Bülach Nord wird vom Tiefbauamt umfassend instand gesetzt, die Hauptarbeiten begannen im September 2016. Im Sommer des Berichtsjahres stand während acht Wochen pro Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Aufgrund der intensiven Bauweise können die Bauzeit und die damit verbundenen Verkehrseinschränkungen somit um vier Monate verkürzt werden.

Das «Tram Hardbrücke» fährt

Im Mai 2015 war Baubeginn – bereits zweieinhalb Jahre später fuhr das erste Tram über die Zürcher Hardbrücke. Pünktlich zum Fahrplanwechsel im Dezember des Berichtsjahres konnten Stadt und Kanton Zürich die neue Tramverbindung einweihen. Die Tramlinie 8 fährt neu von der bisherigen Endhaltestelle Hardplatz weiter über die Hardbrücke zum Escher-Wyss-Platz und dann weiter bis zum Hardturm. Der stark frequentierte Bahnhof Hardbrücke wurde damit optimal ans dichte Tramnetz der Stadt Zürich angebunden. Das aufstrebende Quartier Zürich West ist dank dem Tram Hardbrücke noch stärker mit der Innenstadt verbunden. Davon profitieren nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers, sondern auch die vielen Tausend Pendlerinnen und Pendler, die hier täglich zur Arbeit oder zur Schule fahren. In der Gegenrichtung bedient der «8er» wichtige Knotenpunkte wie den Stauffacher, den Paradeplatz und das Bellevue.

Das erste Jahrzehnt Agglomerationsprogramme

Wir fahren zur Arbeit, bewegen uns in der Freizeit oder reisen in den Urlaub. Die Nachfrage nach Mobilität wird auch in Zukunft weiter ansteigen. Dafür ist ein ausreichendes Verkehrsangebot sicherzustellen. Wichtiger Pfeiler bilden dabei die Agglomerationsprogramme. Der Bund entrichtet finanzielle Beiträge an die Verkehrsinfrastrukturprojekte in den Agglomerationen. Ende 2016 reichte der Kanton die dritte Generation Agglomerationsprogramme beim Bund ein. Im Juli des Berichtsjahres fand in Winterthur eine Tagung mit Fachexpertinnen und -experten sowie Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Kanton und Gemeinden statt. Im Zentrum standen Referate und Workshops, Erfahrungsaustausch sowie ein Ausblick auf die kommende Dekade Agglomerationsprogramme.

Weitere Legislaturziele

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