03 Kultur und Freizeit

Schloss Laufen am Rheinfall
Foto: Baudirektion

Kulturelle Teilhabe fördern

Verschiedene Entwicklungen wie Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel oder Individualisierung wirken sich auf das kulturelle Leben aus. Als Teil einer umfassenden Gesellschaftspolitik müssen Kulturpolitik und Kulturförderung die gesamte Bevölkerung und ihr Miteinander im Auge haben. Wenn es gelingt, die Teilhabe möglichst vieler Menschen – trotz unterschiedlicher Bildung, Einkommen und Herkunft – am kulturellen Leben zu ermöglichen, dann wird der gesellschaftliche Zusammenhalt ebenfalls gefördert. Auch die «Kulturbotschaft des Bundes für die Jahre 2016 bis 2020» setzt einen Schwerpunkt auf die kulturelle Teilhabe. Der Kanton Zürich hält diesen in seinem Leitbild Kultur fest. Im November des Berichtsjahres hat der Kanton erstmals Anerkennungsbeiträge für «Kulturelle Teilhabe» vergeben. Der Förderschwerpunkt liegt dabei auf dem Entstehungsprozess eines Kunstwerks und nicht in erster Linie auf dem Kunstwerk selber.

Studie zur Kulturfinanzierung

Kultur zu fördern, ist eine staatliche Kernaufgabe. So halten es sowohl Bundes- als auch Kantonsverfassung fest. Ein vielfältiges und qualitativ hochstehendes Kulturangebot stärkt die Attraktivität des Kantons. Deshalb ist die Finanzierung der kantonalen Kulturförderung langfristig zu sichern (die bestehende Finanzierung läuft 2021 aus). Eine Studie der Universität St. Gallen zeigt auf, wie diese Finanzierung in Zukunft gesichert werden kann. Die Analyse verdeutlicht, dass die über die Jahre organisch gewachsene kantonale Kulturförderung heute komplexe Strukturen aufweist. Ihre Finanzierung soll deshalb vereinfacht und transparent gestaltet werden. Im Vordergrund steht ein Kulturfonds, der aus Lotteriefondsmitteln gespeist wird. Die Erkenntnisse der Studie fliessen in die Vernehmlassung zum neu geplanten Lotterie- und Sportfondsgesetz ein.

Kerenzerberg wird erweitert

Das kantonale Sportzentrum Kerenzerberg in Filzbach GL, das zu einem grossen Teil durch «Jugend+Sport»-Kurse aus dem Kanton Zürich genutzt wird, soll erweitert werden. Nachdem der Regierungsrat 2016 eine entsprechende Ausgabe für die Projektierung bewilligt hatte, genehmigte er im Dezember des Berichtsjahres eine Ausgabe von 50 Millionen Franken für die Instandsetzung der Anlage, eine zusätzliche Dreifachsporthalle sowie einen neuen Unterkunftstrakt mit zusätzlichen Betten. Finanziert wird dieser Betrag über den aus Lotteriegeldern gespiesenen Sportfonds des Kantons.

Weitere Legislaturziele

Einen vollständigen Überblick über den Stand der weiteren Legislaturziele des Regierungsrates in diesem Politikbereich entnehmen Sie dem PDF im Download-Bereich.