«Wir setzen uns dafür ein, dass Zürich der Wirtschaftsmotor der Schweiz bleibt»

Regierungsrätin Carmen Walker Späh
Carmen Walker Späh, Vorsteherin der Volkswirtschaftsdirektion.

Auf den Abschluss welches Vorhabens im Berichtsjahr sind Sie besonders stolz?
Dank intensivem Einsatz beim Bund haben wir es geschafft, die für Zürich so wichtige Zahl der Drittstaatenkontingente zu erhöhen. Damit die Zürcher Wirtschaft ihrer Rolle als Wirtschaftsmotor der Schweiz auch in Zukunft gerecht werden kann, sind die Unternehmen, Start-ups oder Hochschulen immer wieder auf hervorragend ausgebildete und hochspezialisierte Fachkräfte aus aussereuropäischen Drittstaaten angewiesen.

Was sind die wichtigsten Weichen für die kommenden Jahre, die Sie im Berichtsjahr gestellt haben?
Gefreut hat mich auch die Eröffnung der neuen Tramverbindung Hardbrücke in der Stadt Zürich. Die vom Kanton wesentlich mitfinanzierte direkte Anbindung des stark frequentierten Bahnhofs Hardbrücke an das Tramnetz bedeutet eine weitere Attraktivitätssteigerung für die Benutzerinnen und Benutzer des öffentlichen Verkehrs. Damit wird auch das Tramnetz in der Innenstadt entlastet, das während der Stosszeiten oft an seine Kapazitätsgrenzen stösst. Dank dem Beschluss der Stimmberechtigten zum Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds (NAF) gelangt das von der Volkswirtschaftsdirektion betreute Projekt Zusammenschluss Oberlandautobahn auf 2020 in die Zuständigkeit des Bundes. Ich setze mich dafür ein, dem Bund bis 2020 ein möglichst pfannenfertiges Projekt übergeben zu können. Nach erfolgreicher Volksabstimmung begannen im Berichtsjahr die Bauarbeiten für das Generationenprojekt Limmattalbahn. Neben einer neuen Stadtbahn gibt es auch Verbesserungen für den Strassen-, Fuss- und Veloverkehr. Die Bahn führt ab 2019 von Zürich Altstetten bis nach Schlieren, ab Ende 2022 fährt sie bis nach Killwangen-Spreitenbach.

Welche Begegnung wird Ihnen besonders in Erinnerung bleiben?
In bester Erinnerung ist mir eine Veranstaltung im März und der Austausch mit den freiwilligen Mentorinnen und Mentoren des vom Kanton initiierten Mentoringprogramms für Arbeitslose. 420 Führungspersonen aus der Privatwirtschaft haben bis heute ältere und hochqualifizierte Arbeitskräfte durch ihr eigenes berufliches Netzwerk bei der Stellensuche unterstützt. Ich habe grosse Hochachtung vor Menschen, die anderen mit zivilgesellschaftlichem und unentgeltlichem Engagement bei der Jobsuche helfen.