«Mich fasziniert, wie motiviert und leistungswillig die Berufsschülerinnen und Berufsschüler sind.»

Regierungsrätin Silvia Steiner
Silvia Steiner, Vorsteherin der Bildungsdirektion.

Auf den Abschluss welches Vorhabens im Berichtsjahr sind Sie besonders stolz?
Im November des Berichtsjahres hat der Kantonsrat das neue Kinder- und Jugendheimgesetz (KJG) verabschiedet. Es regelt ein bedarfsgerechtes Angebot an ergänzenden Hilfen zur Erziehung im Kanton Zürich. Das komplexe Gesetzeswerk ist schon seit über zwölf Jahren in Arbeit, hat zwei meiner Amtsvorgänger beschäftigt und war mehr als zwei Jahre im Kantonsrat pendent. Dass wir es im Berichtsjahr abschliessen konnten, war für mich ein echtes Highlight und ein grosser Erfolg – weniger für mich als Person, als viel mehr für die Kinder und Jugendlichen, die in Heimen platziert werden müssen. Ihre Betreuung ist nun in einem zeitgemässen Gesetz geregelt. Ihre Familien werden finanziell entlastet. Auch die Heimleiterinnen und Heimleiter haben nun endlich eine klare Richtschnur, an der sie sich orientieren können.

Was sind die wichtigsten Weichen für die kommenden Jahre, die Sie im Berichtsjahr gestellt haben?
Hier möchte ich zwei Projekte anführen. Erstens den Lehrplan 21: Mit der Zürcher Version des neuen Lehrplans für die Volksschule haben wir im Berichtsjahr die Weichen für die Zukunft gestellt. Wir haben eine Lektionentafel verabschiedet, die im Schulfeld breit akzeptiert ist. Das neue Schulfach «Medien und Informatik» stösst auf grosses Interesse und wird dabei helfen, unsere Kinder für die Zukunft zu wappnen. Schon in diesem Jahr wird der neue Lehrplan für einen Teil der Schülerinnen und Schüler in Kraft treten. Wichtige Weichen haben wir auch im Bereich der Mittelschulen gestellt: Mit dem Spatenstich für die neue Kantonsschule in Uetikon am See und dem Standortentscheid für eine weitere neue Kantonsschule in Au-Wädenswil haben wir gezeigt, wie wichtig «Gymis» für den Kanton und die Zukunft unseres Bildungssystems sind und dass wir nach wie vor in die Bildung investieren.

Welche Begegnung wird Ihnen besonders in Erinnerung bleiben?
An der Berufsmesse im Hallenstadion habe ich auch dieses Jahr wieder viele fröhliche junge Menschen getroffen. Mich fasziniert, wie motiviert und leistungswillig die (angehenden) Berufsschülerinnen und Berufsschüler sind. Gleichzeitig bin ich froh, dass wir sie unterstützen können und ihnen mit unserem dualen System eine qualitativ hochwertige und praxisnahe Ausbildung bieten können. Ein gelungener Start ins Berufsleben ist die Voraussetzung für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben.